Chronik

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Stadt Heideck

Die Angst vor Feuer veranlasste 1871 engagierte Bürger von Heideck sich zusammen zu schließen, um eine Feuerwehr zu gründen, mit der Verpflichtung, den Gefahren des Feuers gemeinsam zu begegnen, sowie den Brandschutz für die Stadt und ihre Bürger zu gewährleisten.
Der große Stadtbrand 1898, dem entlang der Hauptstraße 28 Gebäude zum Opfer fielen, war bestimmt der größte Einsatz, den die Wehrmänner seit der Gründung zu bewältigen hatten. Auch bei anderen Brandkatastrophen Heidecks in der Geschichte der Wehr, war es bestimmt keine leichte Aufgabe, sie zu bekämpfen. Erwähnenswert hierbei sind: 1883 Brand der Brauerei Barth, 1907 landwirtschaftliches Anwesen Wechsler, 1968 Anwesen Michael Christoph, 1971 Brand im Altenheim Hueber am Marktplatz, 1978 ein nächtliches Feuer auf Schloss Kreuth - Wohnhaus und landwirtschaftliches Anwesen wurden ein Raub der Flammen.

Das 50-jährige Gründungsfest 1921, konnte wegen Überwinterung der harten Nachkriegszeit und schlechter wirtschaftlicher Lage nicht abgehalten werden, so wurde es erst 12 Jahre später, am 2 Juli 1933, durchgeführt .

In der Zeit von 1935 – 1945 kommt das Vereinsleben fast zum Erliegen. Kameraden werden zum Arbeitsdienst und Wehrdienst eingezogen. 

Die erste Generalversammlung nach der schweren Zeit des Krieges fand am 23. Juni 1947 statt. Hier wurde eine neue Vorstandschaft gewählt und das Vereinsleben hatte einen neuen Anfang.

Das 85-jährige Gründungsfest mit Standartenweihe und Kreisfeuerwehrtag fand vom 14. – 15. Juli 1956 statt.

Besonders erfreulich war es für die Heidecker Feuerwehr, als im April 1960 19 Kameraden, als erste Gruppe im Landkreis Hilpoltstein, das Leistungsabzeichen vor Kreisbrandinspektor Kimmelzwinger ablegten.

Die Feuerwehr Heideck, die stets ihrer Aufgabe gerecht wurde, stellte, um den Nachwuchs zu sichern, eine Jugendgruppe auf. Es war die erste ihrer Art im Landkreis Hilpoltstein. Bruno Herzog wurde in der Jahreshauptversammlung am 20. März 1969 beauftragt, die Ausbildung zu übernehmen. Bereits im Juli 1971 legte diese Jugendgruppe, als erste im Landkreis, ihr Leistungsabzeichen ab.

Die Zeit des 100-jährigen Gründungsfestes wurde vom 9. – 11. Juli 1971 durchzuführen. 

Im Juni 1977 fanden sich 30 sangesfreudige Feuerwehrleute zusammen, um ihrem Kommandanten zum 50. Geburtstag ein Ständchen darzubringen. Dies war die Geburtsstunde des ersten Feuerwehrchores in Mittelfranken.

Ein langersehnter Wunsch der Freiwilligen Feuerwehr ging im Mai 1995 in Erfüllung. Bürgermeister Hans Herger erwarb von der Firma Pachelbel das Anwesen in der Liebenstädter Straße. Dieses wurde von den Feuerwehrmännern in Eigenleistung von ca. 10 000 Stunden zum neuen Feuerwehrgerätehaus umgebaut und saniert. Im Zusammenhang mit dem Floriansfest konnte dann Bürgermeister Hans Herger das Gebäude seiner neuen Bestimmung übergeben. Der Schlüssel wurde an Kommandanten Theo Leitner übergeben.

Das 125-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe fand vom 5. – 7. Juli 1996 statt und zählte am Festzug über 150 teilnehmende Vereine.

Gewiss werden auch in Zukunft die Feuerwehrfrauen und –männern ihrem Fahnenspruch gerecht.

„Helfen in Not ist unser Gebot!“